Heute möchte ich mit meinem großen Vorbild in der Schwarz-Weiss Fotografie beginnen. Als ich vor 4 Jahren das erste Mal was über Porträt Fotografie recherchiert habe, da ist mir der Name Andreas Jorns das erste Mal über den Weg gelaufen. Habe mir recht schnell einen Bildband von ihm besorgt und fand seine Art mit dem Licht und vor allem mit dem Schatten umzugehen völlig faszinierend. Irgendwie ganz anders als es von vielen anderen Fotografen gesehen hatte. Da war ich angefixt, wollte mehr erfahren über diesen Mann aus Haan. Kaufte mir noch mehr Bildbände, habe viele Videos auf YouTube gesehen und letztes Jahr durfte ich ihn endlich persönlich mal treffen, er war zu einem Vortrag in seiner alten Heimat, in Hameln. Er ist ein sehr cooler bodenständiger Typ, der so unfassbar schöne Fotos macht. Bei der Fotografie sieht ja jeder anders, also das Motiv, das Licht und die Schatten. Habe mich sehr viel mit dem Thema beschäftigt, habe unzählige Fotos angeschaut, viele Videos gesehen über das Thema, über andere Fotografen.. Aber bei ihm passt alles in den Bildern. Es ist schwer zu verstehen, wenn man es nicht gesehen und gefühlt hat. Denn ich bin der Meinung das ein gutes Bild auch eine Emotion auslösen sollte. Es gibt einen schönen Satz von Vincent Peters.
"Es geht nicht darum, was man sieht. Es geht um das Gefühl, das bleibt, wenn man das Bild nicht mehr sieht."
Das trifft es aus meiner Sicht total. Schaut unbedingt. mal auf seiner Homepage vorbei, gönnt euch einen Vortrag mit ihm, es öffnet die Augen. www.ajorns.com
Es ist eine Weile her, dass ich hier etwas veröffentlicht habe. Hinter mir liegen aufreibende Monate: Der Verlust eines geliebten Menschen, der Jahreswechsel und ein neuer Job im Februar haben mich emotional stark gefordert.
In dieser Zeit habe ich gelernt, wie wichtig die Konzentration auf das Wesentliche ist. Wir übersehen oft die Details, weil uns die bewusste Zeit fehlt. Momentan übe ich mich darin, innezuhalten und wieder genau hinzusehen. Dabei rückt das Konzept der "Unverfügbarkeit‘" für mich in den Fokus: Wir sind es schlichtweg nicht mehr gewohnt, etwas nicht unmittelbar zu besitzen oder abzurufen. Den Zustand auszuhalten, in dem Dinge nicht jederzeit verfügbar sind, ist eine lehrreiche Erfahrung, die ich nur empfehlen kann.
Diese Erkenntnis wirkte sich direkt auf mein Hobby aus: Mir fehlte schlicht die Muße, mich voll und ganz auf ein Motiv einzulassen. Ich war meist ohne Kamera unterwegs; wenn überhaupt, entstanden nur schnelle Handy-Schnappschüsse. Smartphone-Kameras werden zweifellos besser, doch für mich ersetzt letztlich nichts ein Werkzeug, das ausschließlich für die Fotografie konstruiert wurde. Gute Fotografie geschieht eben nicht nebenbei. Sie erfordert Vorbereitung und die bewusste Auseinandersetzung mit dem Objekt, lange bevor man auf den Auslöser drückt.
Trotz dieser Pause ist der Blick für Motive geblieben. Unterwegs sammle ich weiterhin schnelle Ideen mit dem Smartphone; mein Ordner mit geplanten Projekten füllt sich. Wann ich dazu komme, sie mit der richtigen Kamera umzusetzen, wird sich zeigen. Ich betrachte das völlig entspannt.
Ihr dürft also gespannt sein, was es hier in den nächsten Monaten zu sehen gibt.
Und es gab noch etwas sehr schönes. Ich habe von einer sehr guten Freundin ein altes Leica Objektiv geschenkt bekommen. Ein tolles Summicron-R 50mm 1:2. Der Zustand ist sehr gut, das Glas ist frei von groben Kratzern. Muss ich mal zum aufbereiten schicken, dann ist es Startklar. Es ist gut 50 Jahre alt, haben wir herausgefunden, aber immer noch ein tolles Objektiv. Freue mich darauf viele schöne Fotos damit zu machen.
DANKE Anja
